Kennen Sie Ihre einflussreichen Fans und Followers? Kann Klout helfen die zu finden?

Was sagt das Klout Score aus?Meine beiden Freunde Lái Fú und Lái Lì nehmen heute zu ihrem jeweiligen Klout-Score Stellung.

Klout? Jeder “Experte” in Sozialen Medien wird Ihnen sagen, dass Sie die Fans oder Followers finden müssen, die “Einfluss” haben, um ein weitreichendes Marketing aufzubauen. Nicht wenige kommen dann auf Webdienste wir “Klout” zu sprechen, die behaupten, eben genau diesen Einfluss messen zu können. Anhand von Kriterien vergeben sie Punkte, die den “Einfluss” einer Person ausdrücken sollen.

Klout und deren Mitbewerber können wir in unseren Breitengraden vorläufig getrost vergessen. Nette Spielerei, die Sie motivieren kann in den Sozialen Netzen aktiver mitzumachen, aber als Messgrösse für Einfluss auf dem heutigen Stand unbrauchbar.

Warum? Ich habe einerseits Tests gemacht und mich zusätzlich bei Klout erkundigt und vielsagende Informationen erhalten. Hier ein Ausschnitt des Mails:

“We currently only score your engagement on Twitter by receiving @mentions or retweets of your content regardless of what language you tweet in. For topics, a majority of our topics are based off English, so if someone tweets in German, our system will most likely not automatically assign topics to their profile since we support English only. A user that tweets only in German can still add topics to their own Klout profile which they can receive +K from their peers in order to increase the strength/influence of their topics. Note that topics do not contribute to the Klout score at this time”.

Folgende Punkte sind relevant:

  • Klout kann nicht unterscheiden, ob ich Inhalte selbst verfasse oder einfach verteile. Indem ich also alle möglichen Links zu Zeitungsartikeln versende, kann ich meinen Wert steigern (wenn andere Leute darauf eingehen). Verfasse ich Artikel selbst, aber sende zahlenmässig weniger Meldungen, ist mein Klout-Score tiefer. So habe ich zahlreiche Personen verfolgt, die einen hohen Wert haben, aber noch nie einen eigenen Artikel verfasst haben. Wer aber ist einflussreicher, der Pöstler oder der Verfasser?
  • Die Themen zu denen ich schreibe, werden mit einer semantischen Analyse eruiert, aber nur auf Englisch. Wenn ich also in Deutsch oder einer andern Sprache schreibe, bleiben diese Einträge unbeachtet.
  • Direkte Messages (DM) werden offenbar nicht erfasst. Gut, Leute senden eher selten Direkte Messages, aber relevant für meinen Einfluss sind sie dennoch.
  • Ich kann Klout auch austricksen, indem ich z.B. eine Meldung mit einem Link auf Twitter nicht Re-Tweete, sondern den Artikel aufrufe und dann eine eigene Meldung schreibe. So bekommt der ursprüngliche Sender keine Punkte, wohl aber ich, wenn meine Meldung auf Twitter von andern verschickt wird.

Ich denke, das sind genügend Punkte, warum Klout und andere Produkte nicht das “gelbe vom Ei” sind. Was sind denn die Alternativen?

Es bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als Ihre Ambassadoren, Ihre Supporter mit manueller Fleissarbeit zu finden. Klout oder ein ähnliches Produkt kann Ihnen einen Anhaltspunkt geben, wer sehr aktiv ist, aber dann müssen Sie manuell selektieren, ob das eine Person ist die wirklich Einfluss hat, oder ob sie eben nur ihr Klout-Score erhöht, indem sie als Postbote agiert.

Die wirklichen Fans mit tiefem Wert finden Sie aber so nicht. Diese finden Sie nur mit 100% manueller Arbeit.

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Update 1. Mai 2012

Es gibt auch Leute, die Klout als eher positive Entwicklung ansehen, solche Meinungen will ich Ihnen nicht vorenthalten: “Why you should be using Klout when making hiring decisions“.

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Update 18. Juni 2012

Ein spannender Artikel, warum Klout in der heutigen Form wenig aussagekräftige Resultate liefert: “Why Klout doesn’t count: putting social media influence in context“.

 

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Update 1. Juli 2012

Hier hat jemand einen konkreten Versuch gemacht, wie Klout den “Einfluss” misst. Mein Fazit bleibt: Klout hilft Ihnen wenig bis gar nichts, Ihre wahren Influencer zu finden. Are undergrads really more influential than Gruen panelists? Klout thinks so.