Kosten sparen durch Offshoring – mit Nebeneffekten

Grosse Schweizer Firmen tun es schon lange: Die Verlagerung von Aufgaben ins Ausland, sei dies in Europa (Nearshoring) oder sogar auf einen andern Kontinent (Offshoring). Dadurch reduzieren sie ihre Kosten massiv. Warum aber wagen so wenige kleine und mittelständische Unternehmen diesen Schritt, obschon gerade sie darauf angewiesen sind, ihre Kosten zu reduzieren? Was für Möglichkeiten bestehen, die erwarteten Schwierigkeiten zu umgehen und diesen Schritt trotzdem zu wagen?

Ich habe mich bei verschiedenen KMU umgehört, warum die Auslagerung von Arbeit ins Ausland keine Priorität hat. Die Aussagen hier sollen keine abschliessende Studie darstellen. Die angebrachten Punkte sind jedoch mit Sicherheit relevant:

  • Mangelnde Erfahrung. Was war zuerst da, das Huhn oder das Ei? Da wenige KMU den Schritt wagen, Arbeiten ins Ausland zu verlegen, scheuen sich viele andere, den ersten Schritt zu tun. Zudem fehlen den KMU die Kenntnisse, wie denn so ein Schritt erfolgen sollte, was dabei zu beachten ist und wo die Fallen liegen.
  • Komplexität internationaler Verträge. Solche Verträge abzuschliessen und dann vor allem durchzusetzen wird als zu grosse Schwierigkeit angeschaut. Die Kosten, um die juristischen Abklärungen vorzunehmen werden als sehr hoch eingeschätzt.
  • Schwierige Kommunikation. Viele KMU geben an, dass Sprachbarrieren mit ein Grund sind, da die Mitarbeiter oftmals über zu wenig Sprachkenntnisse verfügen.
  • Zweifel am Nutzen. In vielen Diskussionen wird sehr oft behauptet, dass sich Off- und Nearshoring nur für grosse Firmen rechnet.
  • Tradition. Ja, auch das ist ein Grund, dass eine KMU einfach nicht will, dass sie es bevorzugt, die Arbeiten ausschliesslich in der Schweiz zu erbringen.

Gerade der letzte Punkt sollte aus unserer Sicht dringend überdacht werden. Doch dazu später mehr. Zunächst mal die Frage an Sie, kennen Sie andere Gründe, die eine KMU davon abhalten, Arbeiten ins Ausland zu verlegen? Hinterlassen Sie uns Ihren Kommentar und wir werden versuchen, dazu Stellung zu nehmen.

Alle diese Punkte gehen von der Annahme aus, dass eine KMU direkt mit Anbietern im Ausland geschäften würde. Unter dieser Prämisse sind die Anforderungen tatsächlich zu komplex und würden die Möglichkeiten einer kleinen Firma übersteigen. Das Risiko wäre zudem sehr hoch. Aber was, wenn es einen lokalen Partner gäbe, der die KMU von diesen Schwierigkeiten entlastet? Ich nehme als Beispiel meine Firma. Das Kernteam der adwyse GmbH hat jahrelange Erfahrung im Near- und Offshoring. In ausgewählten Bereichen bieten wir Lösungen für KMU an, die ihre Kosten reduzieren möchten. Es sind dies: Design von Webauftritten, Entwicklung komplexer Webapplikationen, Erstellung von Druckerzeugnissen – und seit kurzem sogar Teile der Buchhaltung. Für die KMU ergeben sich in der Zusammenarbeit folgende Vorteile:

  • Zusammenarbeit mit einem Partner, der die Möglichkeiten und Risiken kennt und diese im Griff hat und die KMU entsprechend beraten kann.
  • Kommunikation in der gewohnten Sprache, die Barrieren in der Sprache und der unterschiedlichen Kulturen werden durch den lokalen Partner überwunden.
  • Rechtssicherheit durch lokale Verträge, das Risiko internationaler Verträge übernehmen wir, wir wissen wie wir die Risiken reduzieren.
  • Reduzierte Kosten trotz kleiner Volumen, wir haben den Tatbeweis bei uns selbst angetreten, alle Lösungen, die wir anbieten, haben wir bei uns selbst eingeführt. Sie funktionieren und sie sind zwischen 25 und 75% günstiger, als vergleichbare Lösungen aus der Schweiz.

Spricht das nicht dafür, dass sich eine KMU mal grundsätzlich Gedanken macht, ob wirklich alle Arbeiten hier erledigt werden müssen? Wenn nicht, könnten verschiedene Entwicklungen in der Schweiz dazu führen, dass sich eine KMU solche Fragen in nicht ferner Zukunft stellen muss. Damit spreche ich den Punkt der Tradition an.

Die Entwicklung in der Schweiz führt dazu, dass wir immer neue Arbeitskräfte in unser Land holen müssen, etwa weil unsere Bevölkerung überaltert oder bestimmte Fachkräfte (gerade Informatiker) fehlen, oder weil sich junge Leute nicht mehr für diese Ausbildung interessieren. Die Konsequenzen spürt man an der momentanen politischen Diskussion: Zersiedelung, überfüllte Züge und Autobahnen, teurere Wohnungen, usw. Irgendwann werden wir aber auch im nahen Ausland nicht mehr genügend Fachkräfte finden, da diese Länder die genau gleichen Herausforderungen haben. Dieses „Irgendwann“ ist nicht weit weg, es geht um wenige Jahre.

Ich glaube, dass wir nicht darum herum kommen werden, gewisse Arbeiten ins Ausland zu verlagern. Nicht alles muss hier in der Schweiz gemacht werden, es hat durchaus Vorteile, wenn wir nicht für jede Tätigkeit nicht gleich wieder einen Mitarbeiter in die Schweiz holen. Hier aber gilt, derjenige der bereits Erfahrungen gesammelt hat, wird im Vorteil sein gegenüber denen, die sich erst spät mit solchen Gedanken befassen.

Mich interessieren Ihre Kommentare zu diesem Thema sehr, daher bereits zum Voraus danke, dass Sie sich die Zeit nehmen, Ihren Beitrag zu schreiben.

Mit freundlichen Grüssen

Jürg Wyss

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Ein Gedanke zu „Kosten sparen durch Offshoring – mit Nebeneffekten

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