Der Weg zum Social Business 5 – Digitale Strategie

Nach der strategischen Analyse (begonnen haben wir mit der Situationsanalyse und dem Reifegradmodell) folgt nun die Formulierung der umfassenden Unternehmensstrategie auf dem Weg zum Social Business. Nach einem kurzen Überblick gehe ich näher auf die Digitale Strategie ein. Für einige Leser dürfte interessant sein, was das Resultat meiner eigenen digitalen Strategie ist, nachdem ich diese teilweise umgesetzt habe.

Strategisches Modell Nach: Dess, Lumpkin, Eisner „Strategic Management“ übersetzt und adaptiert durch adwyse GmbH

Strategisches Modell Nach: Dess, Lumpkin, Eisner „Strategic Management“ übersetzt und adaptiert durch adwyse GmbH

Gesamtstrategie: Verfolge ich eine Strategie der Diversifikation, Fokusierung oder Preisführerschaft? Oder verfolge ich gar ein „disruptives Geschäftsmodell“?

Eine disruptive Strategie zielt auf eine kleine, unscheinbare Nische einer Branche. Auf der Grundlage einer neuen Technologie oder eines neuartigen Geschäftsmodells werden Produkte oder Dienstleistungen entwickelt, die zunächst nur einen kleinen Teil von Kunden ansprechen. Dann gewinnt dieses Angebot an Fahrt, wird zu einem dominierenden Marktfaktor und verdrängt am Ende viele etablierte Unternehmen und ihre Produkte.

Je nach Strategie ergeben sich andere Ziele für die unterschiedlichen Geschäftsbereiche. Damit ergeben sich auch andere Ziele für den Einsatz Sozialer Netzwerke und anderer Technologien des Web 2.0.

Diversifikation: Wie kann ich intern bzw. extern Synergien schaffen? Übernahmen von Firmen? Zentralisierung von Aufgaben? Eingehen von Partnerschaften? Auslagern von Tätigkeiten (Outsourcing)? Zumindest die beiden letzten Fragen sind auch für kleine Firmen relevant. Gerade in diesen Fällen können Prozesse nur schwer eingeführt werden, daher ist eine informelle Kommunikation an der Tagesordnung. Damit ist es aber ein ideales Einsatzgebiet für Soziale Netzwerke.

Globalisierung: Das ist nicht nur ein Thema für grosse, internationale Konzerne. Auch lokale Firmen müssen sich unter Umständen Gedanken zu diesem Thema machen. Haben Sie internationale Gäste (z.B. Restaurants, Hotels)? Sind Ihre Mitarbeiter zu einem Grossteil Ausländer? Nur zwei von vielen Beispielen, die zeigen, dass das Thema mehr Firmen betrifft, als man auf den ersten Blick meinen könnte.

Digitale Strategie: Diesen Teil wollen wir nun ein wenig ausführlicher betrachten.

Die folgenden Handlungsfelder und Fragen stehen im Zentrum des Interesses:

  • Welche Architektur (Plattformen, Tools, Prozesse) benötige ich, um die Umsetzung der Unternehmensstrategie zu unterstützen?
  • Welchen Level von Integration brauche ich (z.B. CRM/Social CRM – Webseite/Social Networks)?
  • Was baue/betreibe ich selber, was outsource ich, was nutze ich in der „Cloud“
  • Wie messe ich die gesteckten Unternehmensziele und insbesondere meine Detailziele in Bezug auf die Sozialen Netzwerke?
  • Welche technischen Massnahmen muss ich ergreifen, um gesetzeskonform zu sein beziehungsweise Risiken zu minimieren (z.B. Backup)?
  • Wie hoch ist mein Budget?

Ich verwende dazu bei meiner Beratung im Bereich „Social Business“ Dachis Modell, das ich aber um 3 Handlungsfelder ergänzt habe:

Social Architecture

Wie sieht nun das Resultat aus? In der nachstehenden Präsentation zeige ich, welche Teile für meine Firma relevant sind und welches schlussendlich die Werkzeuge sind, die ich für meine Arbeit einsetze. Aber erinnern wir uns zunächst nochmals, welches meine Ziele sind:

  • Reduktion meiner offline und online Ansätze um x CHF/Stunde bei gleichbleibendem Gewinn
  • 50% meiner Neuaquisitionen basieren auf einem Erstkontakt in den Sozialen Netzen
  • 50% meiner Beratungstätigkeit erfolgt online
  • Reduktion Verkaufsaufwand (Reisezeit) um weitere 5 Stunden pro Woche
  • Reduktion der Kosten für Marketing (Briefe, Werbung) um x CHF/Monat, 80% des Restbudgets auf Online-Medien
  • Einsatz Sozialer Netze als Crowdsourcing-Platform um Marktchancen für “… einfach ein neues Service-Angebot…” zu eruieren

Hier nun meine Präsentation. Sogar für eine kleine Firma kann die Thematik recht komplex werden. Beachten Sie bitte, dass dies ein Zwischenstand der Umsetzung ist. Diese ist noch nicht abgeschlosssen.

In meinem nächsten Artikel werden wir uns Fragen der Implementierung zuwenden. Beginnen werde ich mit „Kontrolle, Governance“.

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Jürg FreizeitZu meiner Person:

In 35 Jahren in rund 50 Ländern geschäftlich und privat unterwegs.

Mehr über mich bei LinkedIn (Englisch) oder Xing (Deutsch).

Ich coache und berate KMU in den Bereichen

  • Unternehmensführung
  • Verkaufsoptimierung
  • Outsourcing
  • Social Business Strategie
  • Globalisierung und Kulturelle Kompetenz

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2 Gedanken zu „Der Weg zum Social Business 5 – Digitale Strategie

  1. Pingback: Der Weg zum Social Business 4 – Von der Analyse externer und interner Einflüsse zur Value Proposition | Jürg's adwyse

  2. Pingback: Der Weg zum Social Business 6 – Controlling und Compliance | Jürg's adwyse

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