Mehr verkaufen – mein neues Geschäftsmodell hilft Dir

Ich fokusiere mein Geschäft noch mehr auf Kleinstfirmen mit weniger als 10 Mitarbeitern und Selbständigerwerbende (zusammen sind das 89,3% aller Unternehmen der Schweiz).

Meine Zielgruppe zeichnet sich aus durch sehr beschränkte Budgets, wenig verfügbare Zeit, aber umfassende Problemstellungen. Die grösste Herausforderung dieser Firmen ist in der Regel der Verkauf und alles, was entfernt mit Verkauf zu tun hat. Das beginnt beim richtigen Geschäftsmodell und endet bei der Betreuung bestehender Kunden.

Weder Seminarien noch Beratung im klassischen Sinn machen in diesem Umfeld Sinn, sehr wohl aber „Hilfe zur Selbsthilfe“, oder anders ausgedrückt „Coaching“. Und da dies alles unter einem grossen Kostendruck stattfinden soll, selbstredend in Form eines „Online Coachings“. Damit erhöhen wir einerseits die zeitliche Flexibilität und senken gleichzeitig die Kosten – durch Vermeidung von teurer Reisezeit.

Ich betreue nur noch 20 Personen gleichzeitig, keine direkten Mitbewerber und jeder bezahlt pauschal 13x 200 CHF (= 2600 CHF) für ein ganzes Jahr. Dafür erhält er soviele Stunden online Coaching, wie er benötigt. Nach einem Jahr kann jeder beschliessen weiterzufahren, jedoch mit einer monatlichen Kündigungsfrist.

Ja, richtig gelesen. Das sind weniger, als ein Verkaufsseminar kostet, jedoch mit entscheidenden Vorteilen. Wir diskutieren konkret Deine Fragen über Dein Geschäft, nicht theoretische Beispiele. Wir diskutieren unter 4 Augen. Das passiert wann und wo Du möchtest. Sogar am Wochenende.

Auch der Verkauf passiert nur noch online. Und statt langwieriger Diskussionen biete ich Dir an, mich einen Monat lang zu testen. Gratis. Beziehungsweise einem absolut freiwilligen Beitrag an meinen Förderverein, mit dem ich junge Leute in Asien im Unternehmertum fördern will.

Du darfst Dir gerne anschauen, welche Erfahrung ich im Verkauf mitbringe. Ich denke, Xing oder Linkedin geben da gut Auskunft. Bald wird meine Webseite wieder online sein. In der Zwischenzeit stehe ich für Fragen zu den möglichen Coaching-Themen oder wie die Zusammenarbeit erfolgt in anderer Form zur Verfügung.

Ich bin mit dem Online Coaching sehr zufrieden. Ich begann mit Jürg mein Geschäftsmodell zu überarbeiten.
Wir erarbeiteten eine wirkungsvolle Value Proposition für erste Marktsegmente.
Meine Aktivitäten im Bereich der „Lead Generation“ trugen Früchte, ich wurde erfolgreicher.
Ich werde weiterhin mit Jürg zusammenarbeiten. Ich kann ihn nur empfehlen. (Marcel von Arx, von Arx Energiesysteme GmbH).

Möchtest Du wie Marcel von Arx mehr verkaufen? Dann kontaktiere mich doch. Ja, je nach Tätigkeitsbereich habe ich noch freie Plätze.

Mail:  juerg.wyss@adwyse.ch Twitter: @juergwyss

 

 

 

 

Schmeisst endlich die Business Pläne weg

Ein grossartiger Artikel, wie Lean StartUps neue Methoden verwenden und wieso dies auch Grossfirmen gut ansteht (Auf Bild klicken zum Artikel).

LeanStartup

 

Hier geht’s zu meinem Offering: adwyse Unternehmensführung

 

 

Was nützt ein Coach und Mentor (Ergänzungen zu Beobachter TV „Startups“)

Die Sendereihe „Startup“ des Beobachter TV veranlasste mich zu diesem Artikel. Während ich die Sendungen prinzipiell unterhaltsam finde, fehlt das aus meiner Sicht wesentlichste Element: Eine klare Botschaft, welche Lehren Kleinunternehmer aus dem Gezeigten ziehen sollen. Daher erlaube ich mir diese aufzuzeigen.

Kurz zur Geschichte – der Link zur halbstündigen Sendung findet Ihr unten:

Cedric Bregnard verkauft und repariert Velos. Sein Geschäft in Biel ist abgelegen, praktisch nur von Stammkunden besucht, aber kaum von Neukunden. Nach 6 Jahren harter Arbeit hatte er einen schweren Velounfall, sein finanzieller Spielraum war praktisch null. Er denkt, dass er umziehen sollte, in einen Laden mit grösserer Verkaufsfläche. Rechtzeitig bewirbt er sich bei Beobachter TV für diese Sendereihe und wird glücklicherweise selektiert.

Nicht umziehen ist das Rezept, sondern ein neues Geschäftsmodell. Sich besser positionieren und einen Händler suchen, der auf Kommissionsbasis arbeitet. So der richtige Ratschlag der Experten von Beobachter TV. Daran ist nichts auszusetzen.

Aber dann ist die Sendung leider beendet. Daher meine Lehren aus dieser Sendung und Emfehlungen an andere Kleinunternehmer die sich selbständig machen wollen:

Nicht jeder hat das Glück und gewinnt eine Beratung des Beobachter TV. Was hätte Cedric (und die andern gezeigten Beispiele) ohne coaching durch Beobachter TV gemacht? Was wäre aus ihm geworden? Ohne Wasser auf meine Mühlen giessen zu wollen: In den meisten Fällen lohnt es sich, einen Coach und Mentor von Beginn weg zu engagieren. Was wäre mit einem Coach (möglicherweise) anders gelaufen?

Cedric hätte sich wohl von Beginn weg besser positioniert, nicht erst nach 6 Jahren. Damit wären ihm viele schalflosen Nächte erspart geblieben und sein Geschäft hätte über Jahre besser funktioniert. Die Sache mit dem Geschäften auf Kommissionsbasis wäre wohl schon bei der Diskussion des Geschäftsmodells mit einem Coach aufs Tapet gebracht worden.

Cedric hätte wohl früher dafür gesorgt, dass er abgesichert ist und ihn ein Unfall nicht fast an den Rand des Ruins gebracht hätte. Es gibt andere Aspekte im privaten Umfeld, die sich erst später nach einer Firmengründung negativ auswirken. Diese Beratung gehört ebenfalls zu den Aufgaben eines Business Coaches.

Was ist weiter festzustellen?

Der Entscheid, vor dem Umzug eine zweite Meinung einzuholen war absolut richtig. Auch dafür sind Coaches und Mentoren da. Glück für Cedric, dass da gerade Beobachter TV mit ihrer Sendereihe war. Hätte er diese Meinung auch sonst eingeholt? Nicht alles, was für den Besitzer offensichtlich erscheint, ist auch richtig.

Cedric hatte eine Phase, bei der er allen Mut verlor und sich die Frage stellte, ob er das Richtige tue. Die Experten von Beobachter TV reagierten auch darauf und motivierten ihn wieder. Sie gaben ihm die notwendige Selbstsicherheit zurück. Ein guter Business Coach ist auch dazu da, zu motivieren, wenn dies nötig werden soll.

Cedric hat dank der Sendung viel Aufmerksamkeit erhalten. Die grosse Zahl an Zuschauern kann ein Business Coach sicher nicht mitbringen. Aber er kann sein ganzes Netzwerk einsetzen und das kann sogar mehr wert sein, als die Aufmerksamkeit im Rahmen einer Fernsehsendung. Der Coach hat möglicherweise Beziehungen zu Lieferanten, die helfen können Kosten zu sparen. Er hat mit grosser Wahrscheinlichkeit auch ein Netzwerk an Kontakten, denen er das Geschäft seines Klienten  schmackhaft machen kann. Das sind Faktoren, die unmittelbar den Geschäftsgang des Kunden beeinflussen.

Was habt Ihr für Erfahrungen mit Coaches? Wann würdet Ihr einen Coach engagieren bzw. wann nicht?

Hier geht’s zur Sendung auf der Webseite von SRF (Schweizer Fernsehen):

Beobachter TV „Neustart im Veloparadies“

________________________

Jürg FreizeitZu meiner Person:

In 35 Jahren in rund 50 Ländern geschäftlich und privat unterwegs.

Mehr über mich bei LinkedIn (Englisch) oder Xing (Deutsch).

Ich coache und berate KMU in den Bereichen

  • Unternehmensführung
  • Verkaufsoptimierung
  • Outsourcing
  • Social Business Strategie
  • Globalisierung und Kulturelle Kompetenz

twitter-bird-white-on-blue (1) f_logo g+ Mehr-More

Jetzt packen – so günstig wird’s nicht mehr

Ein Kunden von mir musste ein Projekt verschieben. Darum habe ich freie Zeit. Die möchte ich verwenden, um weiteren KMUs meine Dienstleistungen näher zu bringen. Zu wirklich attraktiven Konditionen.

Folgende Angebote

2 Mandate „Smart Selling“ Erstellen einer neuen Vertriebsstrategie

Unzufrieden mit den Resultaten? Wir analysieren gemeinsam die Situation und erstellen ein Konzept zur Optimierung des Verkaufs. 15% Rabatt auf der gesamten Projektdauer. Bei 2 Wochen Aufwand wären das 2’880 CHF Einsparungen. En Geschäft mehr gewinnen und die Kosten sind gedeckt.

2 Firmencoachings „Social Business Coaching Online

Sie erstellen Ihre Social Business Strategie, von mir angeleitet und gecoacht – online. Dieses Angebot betrifft nur Firmenkurse, keine Gruppenkurse. 50% Rabatt. Das sind 1’260 CHF die Sie sparen. Der Nutzen ist signifikant.

3 Workshops „Innovation im Service Design

Wir erarbeiten in einem Workshop Ideen, um Innovation in Ihre Wertschöpfungskette zu bringen. 50% Rabatt. Das sind 325 CHF gespart. Eine Idee umgesetzt, die Ihnen 5 Kunden mehr bringen, ich denke, der Nutzen ist offensichtlich.

3 Analysen „Social Bizz Health Check

Wie werden Sie im Internet wahr genommen? Wie arbeitet Ihre Agentur? Eine neutrale Analyse Ihres Auftritts im Internet und insbesondere den Sozialen Netzen. 50% Rabatt. Sie sparen 400 CHF. Eine fehlerlose Webseite, keine Besucher mehr die deswegen abspringen, neutraler Feedback zu Ihrem Auftritt auf Facebook etc., ein ganzes Paket an Massnahmen, wie Sie Ihren Auftritt verbessern können, denken Sie nicht, der Nutzen übersteigt die kleine Investition?

2 Mentoring Mandate

Eine zweite Meinung einholen, Entscheide vordiskutieren, Probleme besprechen, Sicherheit und Motivation gewinnen. Es gibt viele Gründe, einen Mentor zur Seite zu haben. 20% Rabatt auf alle Stunden während 6 Monaten. Bei 6 2-stündigen Sessionen sind das 384 CHF die Sie einsparen. Ein Fehlentscheid weniger, ein gelöstes Problem und dadurch besser schlafen: Unbezahlbar.

Vorgehen

Kontaktieren Sie mich und vereinbaren Sie mit mir eine Gratissprechstunde für ein erstes unverbindliches Gespräch. Da legen wir gemeinsam das weitere Vorgehen fest. Für diese Aktion erweitere ich den Zeitrahmen meiner Sprechstunde, wir können auch einen andern Termin vereinbaren als Mittwoch.

Bedingungen

  • Vertragsunterzeichnung spätestens 28. Februar 2013, Start spätestens in der Woche vom 11.3. 2013
  • „First come, first serve“, massgebend ist die Vertragsunterzeichnung
  • Nur für Mandate in der deutschsprachigen Schweiz
  • Der Auftraggeber ist bereit, als Referenz zu dienen und bei der Formulierung einer kleinen Erfolgsstory mitzuarbeiten (Aufwand 1-2 Stunden)

Nach Ablauf dieser Aktion werde ich diesen Blogartikel vom Web entfernen, etwas, was man sonst in einem Blog nicht tut. 😉

Vergesst Social Media ohne Empowerment der Mitarbeiter

aloneDas Geheimnis für guten Service: Empowerment, Delegation von Verantwortung und Kompetenz. Lassen Sie Ihre Mitarbeiter nicht alleine, sonst ist Social Media nutzlos. Und gehen Sie Social Media strategisch an.

Ich kenne viele Firmen. Verantwortung wird gerne delegiert „Du bist jetzt verantwortlich“, aber nicht die entsprechende Kompetenz. Ja, es gibt die Firmen, die Regeln aufstellen, wann in welchem Fall ein Mitarbeiter ausnahmsweise etwas tun darf, was den Kunden zufrieden stellen soll. Aber wehe, der Mitarbeiter gerät in eine Situation, die nicht beschrieben ist. Stellen Sie sich vor, bei meinem letzten Arbeitgeber  musste ich wegen 50 Franken einen Bewilligungsprozess starten. Dieser musste vom Hauptsitz in Kalifornien bewilligt werden, weil das Problem nirgends beschrieben war und damit niemand die Kompetenz hatte, das zu bewilligen. Nun, ich bezahlte das aus meinem Geldbeutel.

Es geht auch anders. Ritz-Carlton ist der Massstab für Servicequalität. Auch Firmen wie Apple messen sich mit der Hotelkette in Bezug auf Qualität. Ritz-Carlton hat soviele Anfragen, dass sie ein eigenes „Leadership Center“ eröffneten, in dem Service Qualität gelehrt wird. Das Center ist offen für alle.

Und was ist das Geheimnis von Ritz-Carlton? Empowerment. Delegieren von Verantwortung und Kompetenz. Jeder, ja, jeder Mitarbeiter hat pro Tag 2’000 Dollar, die er dafür einsetzen kann, Gäste glücklich zu machen. Und sei es, eine leere Zahnpastatube im Gästezimmer zu ersetzen Hier das das entsprechende Interview mit Diana Oreck, die das Leadership Center leitet: Ritz-Carlton Customer Service Secrets.

Was hat das jetzt mit Social Media zu tun? Wenn Sie Soziale Netzwerke nutzen, treten Sie automatisch mit Kunden in einen Dialog (ausser diejenigen, die einen Monolog betreiben). Sie kommunizieren mit Kunden die Spezialwünsche haben, solchen die eventuell unzufrieden sind oder auch solchen, die man mit einer Kleinigkeit überraschen  und so zu Ihrem Markenbotschafter machen könnte. Aber dazu gehört Empowerment. Ein Beispiel, das ich auf der Facebook-Seite des Ritz-Carlton Berlin gefunden habe:

Ritz Service

Ein Kunde macht am 27. März einen Vorschlag bezüglich Online-Buchung. Am 2. April, knapp eine Woche später, kommt die Meldung über eine Verbesserung. Wie lange würde das in Ihrem Betrieb dauern, die Bewilligungen dafür zu erhalten und das umzusetzen? Ich weiss nicht, was hinter den Kulissen beim Hotel alles ablief. Aber eines weiss ich, ohne stufengerechtes Empowerment, ohne Delegation von Verantwortung und Kompetenz,  wäre so etwas nicht möglich. Nicht in einem Betrieb von der Grösse eine Hotelkette wie Ritz-Carlton.

Fazit: Es ist nicht damit getan, dass Sie beginnen, Facebook, Twitter oder einen Blog für Werbung oder Kommunikation zu nutzen. Stattdessen muss Social Media ein Teil Ihrer Unternehmensstrategie sein, muss die Unternehmensstrategie allenfalls sogar angepasst werden. Wenn Sie das tun, sind Sie ein „Social Business„.

________________________

Jürg FreizeitZu meiner Person:

In 35 Jahren in rund 50 Ländern geschäftlich und privat unterwegs.

Mehr über mich bei LinkedIn (Englisch) oder Xing (Deutsch).

Ich coache und berate KMU in den Bereichen

  • Unternehmensführung
  • Verkaufsoptimierung
  • Outsourcing
  • Social Business
  • Globalisierung und Kulturelle Kompetenz

twitter-bird-white-on-blue (1) f_logo g+ Mehr-More

Nehmt den Marketing-, Branding- und PR-Leuten die Herrschaft über „Social Media“ weg

Ja, das meine ich so. Nehmt den Marketing-, Branding- und PR-Leuten die Herrschaft über „Social Media“ weg. Damit meine ich die alleinige Herrschaft. Ansonsten werden Ihre Erfolge immer beschränkt bleiben – und Sie möchten doch grossen Erfolg haben, oder? „Social Media“ gehört in die Hände der Firmenleitung und schlussendlich in die Hände aller Mitarbeiter.

Natürlich können Sie Ihre Kommunikation auf PR, Branding und Marketing beschränken. Sofern Sie die Mittel richtig nutzen. Aber haben Sie sich schon mal überlegt, wo Ihre Berührungspunkte sind mit Konsumenten, Geschäftskunden, Geschäftspartnern, Lieferanten, Mitarbeitern, politischen Behörden, Verbänden, kurz: Mit der Umwelt? Haben Sie sich schon überlegt, in welchen Bereichen Sie – nebst PR, Branding und Marketing – Berührungspunkte haben, beispielsweise Verkauf, Forschung, Entwicklung, Personalabteilung, Kundensupport, Rechtsabteilung, Finanzen, kurz: Ihrer gesamten Wertschöpfungskette? Haben Sie sich überlegt, wo der grösste Nutzen im Einsatz der Mittel des Web 2.0 und damit Ihre höchsten Prioritäten sein sollten?

Solange Sie den Einsatz von „Social Media“ punktuell auf PR, Marketing und Branding beschränken, solange wird auch Ihr Erfolg punktuell bleiben. Ich vertrete klar die Meinung, dass ein Unternehmen „Social Media“ in allen Bereichen nutzen soll. Damit wird es zu einem „Social Business“, einem Unternehmen, das seine Interaktion mit der gesamten Umwelt auf eine neue Basis stellt.

Dieses Unternehmen benötigt jedoch eine völlig neue Firmenkultur. Eine Kultur, die von Vertrauen geprägt ist, dass alle Mitarbeiter vernünftig mit der Umwelt kommunizieren. Dieses neue Unternehmen braucht neue Mitarbeiter, die verantwortungsvoll mit ihren Kompetenzen umgehen können. Das Unternehmen benötigt eine neue Prozessstruktur, die nicht linear und hierarchisch aufgebaut ist, sondern autonome Bereiche, zwischen denen die Informationen und Aufgaben ungehindert fliessen. Das Unternehmen muss nicht zuletzt in neue Infrastruktur investieren, die die Verwaltung, Dokumentation und Sicherheit garantieren können.

Damit ist gesagt: Der Weg hin zum „Social Business“ passiert nicht an einem Tag. Es ist ein Änderungsprozess, der sich über viele Jahre hinzieht. Dieser Prozess benötigt eine entsprechende Planung, Führung und Steuerung. Er benötigt eine Strategie, eine Unternehmensstrategie.

Und damit sind wir bei meiner einleitenden Forderung: Nehmt Marketing-, Branding- und PR-Leuten die Herrschaft über „Social Media“ weg und gebt sie in die Hände der Firmenleitung. Und sorgen Sie dann dafür, dass „Social Media“ von allen Mitarbeitern genutzt wird.

In diesem Sinne: Viel Erfolg auf dem Weg zum „Social Business“.

Wo führt die Rabatt-itis in der Hotellerie hin?

Seit einiger Zeit beobachte ich, wie Schweizer Hotels und Restaurants Platformen wie Groupon oder DeinDeal nutzen. Mit Besorgnis. Und nun sehe ich auf MySwitzerland die Top50 Angebote. Das stimmt mich sehr nachdenklich – als Unternehmer und Gast (der in seinem Leben weit über 2500 Nächte in Hotels verbrachte). Ich erachte das, was im Moment passiert, als Selbstmord im Zeitlupentempo.

Betrachtung aus der Sicht eines Unternehmers

Ich verstehe all die Sorgen um den starken Schweizer Franken, das Wegbleiben der Gäste aus Europa und die ungünstige politische Stimmungslage. Aber eine Rabattschlacht kann kein zukunftsorientiertes Geschäftsmodell sein. Lassen Sie mich ein Beispiel machen: Ich hatte viele Jahre in einer Branche gearbeitet (der Computer-Industrie), in der die Preiskämpfe mit immer härteren Bandagen gefochten wurden und immer noch werden. Jeder Hersteller wollte die grossen Deals an Land ziehen, diejenigen, die in finanziellen Schwierigkeiten steckten, waren die agressivsten. Hat es ihnen geholfen? Nein, die Konsolidierung ging unvermindert weiter. DEC, Compaq, Sun, alles Firmen, die irgendwann übernommen wurden. Wenn diese Firmen Geschäfte gewinnen konnten, war es oft mit minimalsten Margen oder gar mit einem Verlust. Loyalität konnte sich damit keine einzige Firma kaufen, denn ein tiefer Preis führte noch nie zu eine höheren Kundenbindung. Und ist nicht genau diese erforderlich, um ein Geschäft langfristig und nachhaltig zu führen? Ist das nicht auch in der Hotellerie so?

All die Platformen wie Groupon stehen genau wegen dem in der Kritik, dass sie lediglich Schnäppchenjäger anziehen und keine oder nur wenige wiederkehrenden Gäste generieren. Ich befürchte, dass das mit dem Top50 Angebot nicht anders ist. Gut, der Vorteil des Modells ist, dass damit (hoffentlich) die horrenden Komissionen wegfallen, die man sonst an Groupon zahlt – von daher wesentlich besser für den Hotelier. Ich bezweifle aber, dass damit auch nur ein Stammgast gewonnen wird.

Betrachtung aus der Sicht eines Gastes

Als vielgereister Gast komme ich mir betrogen vor, besonders dann, wenn ich zufällig noch Stammgast in einem der Hotels bin. Die Preispolitik der Hotels die ich aus der Vergangenheit kenne funktionierte so, dass ich als Frühbucher den besten Preis erhalte und als Stammgast ab und zu mal von einer Sonderaktion profitieren konnte. Wenn ich ein Hotel im letzten Moment buchte, bezahlte ich manchmal astronomische Preise. Aber das war normal, das verärgerte vielreisende Gäste nicht. Heute bin ich als Frühbucher der Dumme. Wenn ich warte, kriege ich das Hotel günstiger. Ich bin auch als Stammgast der Trottel, weil eben genau diese Schnäppchenjäger in ein und demselben Hotel günstiger übernachten. Ich habe viele vielreisende Freunde in der ganzen Welt und sie stimmen mit mir überein: In einem Hotel, in dem ich mich verschaukelt vorkomme, werde ich nie wieder einkehren. Ich bin nicht gegen eine Sonderaktion, um ein freies Zimmer noch vermieten zu können. Das bin ich mich auch gewohnt. Was ich kritisiere ist die pauschale Gewährung von Rabatten für jeden und alle und unabhängig von der Zeit der Buchung.

Wohlverstanden, damit meine ich auch die Sitte, Tageskarten für den Skilift, Bergbahnen, Eisbahnen, Schwimmbäder usw. einfach zu verschenken. Umsomehr, als ich meine Skis an den Nagel gehängt habe und somit kaum von solchen Angeboten profitieren kann.

Alternativen

Es gibt durchaus erfolgreiche Hotels in der Schweiz, die diesen Basar (sorry, so kommt es mir vor) nicht mitmachen. Es sind allesamt Hotels, die sich auf bestimmte, wenige Themen spezialisiert haben. Es sind Hotels, die diese Spezialgebiete aus dem FF kennen, vertreten, leben und ihren Gästen tagtäglich begegnen! Das ist das, was ich als Mehrwert erachte. Nicht Gratis-Angebote. Sondern eine Crew, die mir das garantieren kann, was ich suche. Wenn ich Schneewandern will, gehe ich in ein Hotel, dessen Belegschaft sich auskennt und mit die „Insider-Tipps“ geben kann. Wenn ich eine Kulturreise machen will, gehe ich in ein Hotel, das mit Zutritt zu ganz speziellen Anlässen vermitteln kann, das bewiesen hat, dass die Leitung oder der Concierge diese Beziehungen hat. Wenn ich shoppen will, gehe ich in ein Hotel, das mir sagen kann, wo ich das beste Preis- Leistungsverhältnis bekomme. Aber das muss gelebt werden, dass muss ich in der Hotelbeschreibung sehen, das will ich in den Bewertungen auf TripAdvisor sehen, dass will ich in einem Blog sehen. Wenn ich den Eindruck habe, das Hotel bietet mir genau das, was ich suche, dann buche ich. Auch wenn es nebendran ein günstigeres Hotel hat oder die Türkei mit „All-Inclusive“ ruft.

Wenn ich jetzt in diesem Hotel ankomme und die Begegnung auch noch so ist, wie ich mir das vorstellte, dann bin ich ein wiederkehrender Gast, dann werde ich dort wieder buchen. Und ist das nicht das, was sich ein Hotelier wünscht?

Zum Thema Begegnung habe ich übrigens hier früher schon mal was geschrieben: „Begegnen Sie Ihren Gästen oder inserieren Sie noch?“

______________________

Update 22. April 2012

Zum Thema „Groupon“ und „verschachern“ habe ich das beim Byaerischen Fernsehen gefunden, bitte zu Herzen nehmen: „Dumping Hotel bringt Kurort in Verruf

______________________

Update 26. April 2012

Und noch ein Beispiel, wie Rabattaktionen scheitern können: „Social Media Aktion ging in die Hosen„.

______________________

Update 6. Juni 2012

Und wieder habe ich ein fragwürdiges Beispiel gefunden. Neu gibt es das Halbtax-Abonnement für Hotels auf http://www.hotelcard.com. Die Idee mag für ein Hotel verlockend erscheinen, hier leere Zimmer zu füllen. Dann aber macht es richtig. Und nicht so, wie das Beispiel im Bild. Die grünen Felder zeigen, wann ein Zimmer zum halben Preis im betreffenden Hotel verfügbar ist. Ein Hotel in Interlaken, das für den ganzen Dezember 2012 Zimmer zu diesem Preis verfügbar hat, macht aus meiner Sicht etwas falsch.

Es gibt unzählige Beispiele auf dieser Webseite, wo Hotels lange zum Voraus Rabatte von 50% offerieren. Wissen die, was sie tun? Mein absoluter Favorit: Ein Hotel in Grindelwald, das mir über Weihnachten 50% Rabatt offeriert!

Dazu gibt’s keinen Kommentar mehr.