Ohne Kreativität verschwindet Dein Unternehmen

Gute Kunst ist teuer. Gute Kunst ist kreativ. „Kreativ“ ist ein Maler, Bildhauer, Komponist, Designer, Grafiker. Das ist das landläufige Verständnis. Wer denkt bei diesem Thema  schon zuerst an einen Unternehmer? Was hat Kreativität mit einem Geschäft zu tun? Warum brauche ich das? Kann das jeder? Was kostet das? Viele Fragen und ein Versuch, Antworten zu geben.

Nicole Gugger, Beraterin und Designerin für Präsentationen, rief zur Blogparade auf. Thema „Kreativität“. Gut 2 Dutzend spannende Beiträge aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln wurden es bis heute. Da ich mich seit einiger Zeit mir Innovation und Kreativität in Unternehmen beschäftige, war mir mein Thema sofort klar.

Was ist das Kreative an einem Geschäft?

Ist es die Geschäftsidee? Kaum. Die meisten Neugründungen haben nur sehr, sehr selten einen völlig neuen Unternehmenszweck. Ist es das Produkt? Beschränkt. Es gibt Wissenschaftler, die behaupten, dass wir in den nächsten Jahren keine durchbrechenden Neuerfindungen erwarten können, höchstens Verbesserungen an bestehenden Produkten. Nicht wirklich besonders kreativ.

Das „Kreative“ ist das Geschäftsmodell: Wo erreiche ich Kunden. Wie erreiche ich diese. Was ist meine Botschaft und mein Nutzen. Mit wem kann ich diese Kunden ereichen. Was für Mittel brauche ich dazu. Wie verrechne ich das und wie decke ich meine Kosten. Die Antworten auf diese Fragen definieren  mein Geschäftsmodell. Und hier sollte heutzutage Kreativität hineingesteckt werden.

Ein paar Beispiele:

Airbnb. Du gehst zu dieser Firma, wenn Du in einer fremden Stadt übernachten willst. Nichts Neues, oder? Die Art aber, wie Airbnb dieses Bedürfnis befriedigt, ist anders.  Es ist eine Plattform, bei der Du private Räume mieten kannst, die von privaten Leuten angeboten werden.

Tesco. Diese Firma tut auch nichts aufregendes. Sie verkaufen Lebensmittel. Aber in Korea kannst Du  in vielen U-Bahnstationen in „virtuellen“ Geschäften die Ware mit dem Smartphone bestellen, wenn Du am Abend heimkommst, steht Deine Ware bereit.

Amazon. Auch Amazon tut nichts Aufregendes. Die Firma verkauft Waren aller Art, die andere herstellen. Ein Warenhaus, oder? Okay, online, aber auch das gibt es tausendfach auf dieser Welt. Amazon hat die Art, wie mit dem Kunden kommuniziert wird auf den Kopf gestellt. Die Analyse, wie er Waren sucht, sich entscheidet, warum er das tut, wie er durch Freunde beeinflusst wird.

Ähnliche Neuerungen werden kommen. Immer mehr und vorallem immer schneller. Kundenerwartungen ändern sich heute sehr schnell. Firmen, die diese erfüllen können, kommen und gehen.

In einer solchen Welt ist Kreativität und Geschwindigkeit in der Definition des eigenen Geschäftsmodells gefragt. Andernfalls geht Dein Unternehmen unter.

Wie wird Dein Unternehmen kreativ?

Der Business Plan ist traditionell das Medium, wo das Geschäftsmodell beschrieben und seine Konsequenzen dargestellt werden. Aber verbrennt Business Pläne, diese sind zu starr, unflixibel und benötigen viel zu viel Aufwand.

Es gibt bessere und schnellere Wege, ein Geschäftsmodell zu definieren oder zu überprüfen. Blue Ocean Strategy, Lean Startup, Disruptive Innovation, berühmte Methoden, die vorallem bei Startups im Umfeld der Informatik oder Social Media angewendet werden. Diese eignen sich aber genauso für Firmen aus andern Branchen.

Ich setze für meine Arbeit den „Business Model Canvas“ sowie den „Value proposition Canvas“ von A. Osterwalder ein. So sieht mein eigener Canvas (in etwa) aus:

Canvas adwyse

Business Model Canvas adwyse GmbH – Erstellt mt http://www.canvanizer.com

Wenn Du wissen möchtest, was das ist, wie ich vorgehe, registriere Dich doch für meine Blog Updates. Ich würde mich sehr freuen. Du kannst diese News auch jederzeit wieder abstellen.

Oder möchtest Du Dein Geschäft sofort auf die Zukunft vorbereiten? Dann würde ich mich gerne unverbindlich mit Dir treffen. Du kannst über die Kontaktseite auf meiner Webseite gleich einen Termin vereinbaren. Danke.

Neue Business Modelle 2 – Mass Customization kreativ

Wie besteht man als kleine Kaffehaus-Kette gegen die grossen der Branche: Gegen Starbucks oder McDonalds?

„Let’s Cafe“, eine taiwanesische Kette, macht das mit Mass Customization (Kundenindividuelle Massenproduktion).

Solche Ansätze gibt es viele, oft haben sie jedoch nicht den durchschlagenden Erfolg (beispielsweise MyParfum, das Insolvenz anmeldete und sich gesund schrumpfen musste).

Wie so vieles: Auch Mass Customization muss heute kreativ sein. Schaut selber:

 

Der erste Artikel aus der Serie Geschäftsmodelle befasste sich mit dem Thema 3D-Drucken.

Neue Business Modelle 1 – 3D Printing

Eine neue Serie, wie Enterprise 2.0 Technologie und Social Media die Einführung neuer  Geschäftsmodelle erlauben. Das, was ich Social Business nenne. Heute zum Thema „Schmuck aus dem 3D-Printer“

Schmuck3DDruck

Fashion Designerin Kimberly Ovitz benötigte genau einen Tag, um Modeschmuck für eine Fashion Show zu designen und gleichentags auf dem Onlineshop zum Kauf verfügbar zu machen. Mit 3D-Druck.

Noch wird der Schmuck lokal hergestellt. Aber denken wir weiter:

  • Internationale Distribution? Shops drucken ihren Schmuck gleich selbst aus.
  • Same Day Delivery? Gegen eine Gebühr kann ich den Schmuck gleich auf dem eigenen 3D-Drucker ausdrucken.
  • Customising? Sogar Mass Customising? Ich bestelle nur die Grundform, Farben usw. wähle ich selber.
  • Nur Schmuck? Was ist mit Kaffeetassen? Schreibtisch-Sets? Kunststoffdübel? Brillengestelle mit auswechselbaren Gläsern? Kinderspielzeug?

Was denkt Ihr über solche Business Modelle? Wo seht Ihr Anwendungsmöglichkeiten?

Hier geht’s zu Kimberly Ovitz‘ Webseite mit dem Schmuck: Kimberly Shapeways.

Hier gehts es zum nächsten Artikel über Geschäftsmodelle: Mass Customization kreativ.

 

 

Update 14. Mai 2013

Hier noch ein zwei interessante Links zum Thema Drucken

Disney lässt jeden einen Star Wars Figur sein

Nicht 3D, aber elektronische Komponenten auf Papier

Update 28. Mai 2013 Immer mehr schreiben über Beispiele

Nochmals Schmuck, 3D-gedruckt: The New „Handmade“ Teil 1 und Teil 2