Meine Kunden I – Kleinunternehmer

Einen treuen Kunden, eine kleine Handelsfirma, unterstützte ich wieder mal bei der periodischen Überprüfung seines Geschäftsmodells. Anlass war, dass die Umsätze bei einer Produktgruppe rückläufig waren. Mein Kunde nahm an, dass das der Fall war, weil er für dieses Produkt bei Google Places eine schlechte Kritik eines Kunden hatte, dem er keinen zusätzlichen Rabatt gewähren wollte.

Ich befürchtete einen andern, viel tieferen Grund. Ich führte mit dem Kunden eine SWOT-Analyse durch und tatsächlich, diese ergab, dass der Grund möglicherweise der war, dass Kunden das Produkt mit elektronischen Geräten ersetzen, die mein Klient nicht im Angebot hatte. Eine Rückfrage bei einigen seiner guten Kunden bestätigte dies.  Kein Kunde kam jedoch auf die Idee, das meinem Klienten zu sagen. Sie dachten schlicht nicht daran, da er ja kein solches Produkt im Angebot hatte.

Sofort starteten wir mit einer Kundensegmentierung, trafen Annahmen bezüglich der notwendigen Anforderungen, verifizierten die und evaluierten schlussendlich ein Produkt. Nach weniger als 6 Monaten war das Produkt eingeführt und mein Klient konnte seine Kunden wieder umfassend bedienen und hat gleichzeitig seinen Umsatz erhöht.

Das ist ein Beispiel, wo ein Kunde fast den Zug der Digitalisierung verpasst hätte. Dass er die Bedrohung so schnell beseitigen konnte lag an der Tatsache, dass er ein dokumentiertes Geschäftsmodell hatte.

Chefs einer Kleinfirmen leisten ausserordentliches. Grössere Firmen können sich für die Vorbereitung von Entscheiden teure Spezialisten leisten. Ein Kleinunternehmer ist alleine, muss alleine Entscheide treffen, die ihm schlaflose Nächte bescheren,  muss Kunden betreuen, seine tägliche Arbeit erledigen, kurz, er weiss oftmals nicht, wo ihm der sein Kopf steht.

Der wahre Nutzen eines Business Coaches zeigt sich nicht um fünf vor zwölf. Dann ist es meistens zu spät. Meinen Kunden nütze ich darum viel, weil wir uns gegenseitig kennen und Vertrauen zueinander haben.